Zeit für die Eigene Passion - vivir la pasión

- Unser Blog: Eine musikalische Reise durch Lateinamerika -

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Festival Einstimmung - THE HEAVEN ON EARTH 2017 -  

 

Die aktuellen Ereignisse haben uns dazu getrieben die Bearbeitung des Videoclips Balsam, zwischen den Wellen Barrancos in Lima, fertigzustellen.
Natürlich auch um es im Rahmen der bevorstehenden zwei Festivals zu promoten.

 

20. - 22.01 The Heaven on Earth - Spiritual Festival Nr.1- Cusco

26. - 28.01 The Heaven on Earth - Spiritual Festival Nr.2 - Cusco


Vielen lieben Dank an dieser Stelle an unsere zwei französischen Freunde; Jeanne le Thron & Theodor Celardo, denen wir wie in Video Peru 08 zu sehen ist,  die Video & Audioaufnahmen zu verdanken haben.
Viel Spaß mit unserem ersten auf der Reise entstandenen Musikvideoclip "Balsam".


JANUAR 2017 - AKTUELLE ENTWICKLUNG

Liebe Freunde.

Da sich bei uns gerade die Ereignisse überschlagen, werden wir hier ein kleines aktuelles Update machen. Es folgen dann später noch weitere Videos zu Machupichu und Cusco.

Es sei nur soviel gesagt, dass wir an Neujahr bei einem spirituellen Festival "THE HEAVEN ON EARTH" als Band eingestellt wurden unter der Rubrik "Musica Medicinal" (Medizinische Musik). Dieses Festival haben wir so gerockt und die Besucher auf ganzer Linie überzeugt, dass der Chef des Events uns kurzerhand einen Arbeitsvertrag für zwei weitere Festivals im Januar angeboten hat.


Für einen Monat sind wir nun als Teil seines Teams in der Promotionsabteilung mehr als Aktiv. Der Deal unseres Arbeitsvertrages lautet: 50 % Gewinnbeteiligung bei beiden Festivals für Eucalypdos. Nun liegt es eben auch an unseren Werbestrategien, wieviel wir tatsächlich verdienen werden. Tag ein Tag aus laufen wir momentan durch Cusco, kleben Plakate, legen Flyer in die Hostels und sprechen spontan Touristen aus der ganzen Welt auf der Straße an, um sie auf die bevorstehenden Events aufmerksam zu machen. - Natürlich mit ganz viel Charme ;-)
Die restliche Zeit verbringen wir im Büro und tüfteln mit einem 6 bis 9 köpfigen Team Strategien aus, wie wir noch mehr Leute für unsere Festivals gewinnen können. Doch ganz egal wieviel im Endeffekt dabei rausspringt, es ist schon jetzt eine super Erfahrung und auch eine tolle Möglichkeit uns als Band zu promoten, wie ihr hier in dem offiziellen Video zu den nächsten Festivals sehen könnt. Die Erfahrung hier in Peru einfach mal so für einen Monat bei der etablierten Firma "Portal of Light" angestellt zu sein ist schon einfach stark.


Anfang November 2016 - Reise über Puno, Desaguadero am Titicacasee nach Cusco.

 

Nach vielen Stunden im Bus und einem nur kurzen Aufenthalt in Puno am Titikakasee, reisen wir weiter an die Grenze nach Bolivien, um ein neues 90 Tage Visa für Peru zu bekommen. In Wirklichkeit zieht es uns in die viel gepriesene Weltstadt Cusco. Cusco auf 3400 Metern Höhe zählt neben Tibet zu den Dächern der Welt und hier tummeln sich allerlei Touristen, um auf den Spuren der Inkas spirituelle Erfahrungen zu sammeln. Das wird uns als Band noch ganz schön in die Karten spielen....


Unsere Idee ist zunächst allerdings vor Einbruch der Regenzeit einige touristischen Attraktionen in und um Cusco mitzunehmen, wie z.B. Machupichu und den Inkajungletrail (Videos folgen). Der erste Eindruck von Cusco ist aufjedenfall schonmal fabelhaft.


Ende Oktober 2016 - Videoclipdreh und letzte Wochen in Lima

 

Ja Freunde, so langsam aber sicher macht sich Eucalypdos nun doch auf um noch andere Gegenden als Lima in Südamerika zu erkunden. Was uns natürlich in den letzten Tagen sehr erfreut hat, ist die Freundschaft mit zwei Franzosen, die ihr komplettes Equipment für Sound und Videoaufnahme auf ihrer Reise dabei haben und sich kurzerhand entschlossen haben, mit uns einige Aufnahmen zu machen.
Was in den letzte Wochen in Lima passiert ist und wie es zu dem Videoclipdreh kam plus eine weitere Folge der besten Geschäftsideen, könnt ihr in diesem Video sehen.


Nach sehr ereignisreichen 6 Wochen Lima geht es nun also weiter. Zunächst bleiben wir allerdings noch in Peru.
Es gibt ja noch viel zu sehen und einiges zu erleben in diesem bunten, vielfältigen Land.


Mitte Oktober 2016 - Meditation und prominente Freunde

 

Wie man am schnellsten und einfachsten in die Prominente Schauspielszene reinkommt? Indem man garnicht danach sucht- indem man am besten garnichts sucht, sondern für sich allein in die Kirche geht mit der Klampfe bewaffnet um die gute Akkustik dort auszunutzen und einfach nur für sich zu spielen. So hat es jedenfalls der gute Benedikt gemacht, und dabei das ein oder andere Tränchen entlocken können, so auch bei Mauro Ramirez, einem lokalen Schauspielstar der Telenovela "Mis Tres Marias" (vergleichbar mit GZSZ/ Sturm der Liebe etc.) der eben hinten in der Kirche saß.


Fortan sollte auch er und sein besonders gut aussehender Kollege Nico Argolo aka "der schlaflose Traum aller lüsternen Fraun' enge Freunde von uns werden.

 

Die beiden sind auch sehr spirituell und alternativ unterwegs und da haben wir mit unserm Freiburger Spirit natürlich ordentlich Sympathie-Punkte sammeln können. So hat uns der gute Mauro auf sein Fantreffen im Malecón Miraflores (Schöner Park an der Küste) mitgenommen, um dort das Event musikalisch zu begleiten oder eben uns Auftritte im Jardín de Jazmín ermöglicht, einem Garten Eden, wenn es um leckere vegane Speisen geht. Nico hat uns gegen Ende sogar noch in den benachbarten San Bartolo vermittelt in eins unserer coolsten Locations bisher- Tito's Milongeria, ne ganz feine Pizzeria in der wir in bester Atmosphere und zu guten Konditionen spielen durften. Auf dem nächsten Video zu sehen.

 

Eines der ganz großen Highlights war sicher die Schamanensession in der Mitte des Videos. Bei der lieben Romina zu Hause, einer Freundin von Mauro haben wir etwas für uns ganz neues Erlebt. Ihre Musiktherapeutischen Ansätze mit Klangschalen und Gesängen, verbunden mit den Räuchermitteln und schamanischen Anbetungen eines Schamanen und nicht zuletzt dem Ausprobieren von Rapé, einem pflanzlichen Schnupftabak um den Geist zu öffnen und Pacha Mama (Mutter Natur) Eintritt in dein Innerstes zu gewähren, hat uns in dieser Mischung im wahrsten Sinne des Wortes Eintritt in das Spirituelle Peru gewährt. Keine Angst wir haben uns da keine üblen Drogen oder sowas reingepfiffen- sondern waren lediglich offen für ein paar uralte überlieferte Schamanische Praktiken;-)  Was wir dann erlebt haben ist schwer zu beschreiben und auch der Erklärungsversuch im Video kann nur Ansatzweise unsere Empfindungen wiedergeben- aber soviel sei gesagt- nicht umsonst ist das Schamanentum in Peru noch so lebendig und wird vorallem zu heilsamen Zwecken eingesetzt- denn da ist wirklich etwas dran und es bleibt für uns eines der positivsten und tiefgehensten Erlebnisse Lima's - ohne Negative Neben- oder Nachwirkungen.

Es gehört aber sicher ein nötiger Ernst und ehrliches Interesse dazu und sollte nicht aus "Fun-Tourismus" betrieben werden.

 

Neben dieser einzigartigen Erfahrung waren es aber auch die vielen ehrlichen und tiefgehenden Gespräche mit Nico und Mauro, die eben auch zwei sehr empfindsame Menschen sind. Über das Leben als Künstler, dem Finden seines eigenen vielleicht nicht immer gesellschaftskonformen Weges und sich daraus ergebenden eventuellen Konflikten mit Gewohnheiten/Erziehung/Gesellschaft in der man aufgewachsen ist. Für uns auch eines der ganz zentralen Prozesse auf der Reise, die sehr sinngebend und selbstbewusstseinsspendend sind und einem Mut dafür geben, Energie in das zu stecken, wo man seine Passion verortet und somit immer auch wieder auf wundersame Weise sehr positive Momente erfährt.


Anfang Oktober 2016 - Begegnung mit Kindern und Mauricio

 

Was sollen wir sagen?

Spätestens jetzt sind wir wohl so richtig angekommen. Es bilden sich Alltagsrituale und Routinen, unser Stammplatz bei unserm Lieblings- Almuerzo im kleinen Mercado um die Ecke, der kleine allmorgendliche Smalltalk mit dem alten Mütterchen von der Lavanderia (Waschküche), und nicht zuletzt unsere Probesessions im Park, gehören dazu.

Letzterem haben wir tatsächlich mit unsere schönsten Begegnungen zu verdanken.


Spontan beim Proben binden uns Kinder in ihr Spiel ein. Was uns immer wieder auffällt ist, wieviel offener und unängstlicher die Kinder hier auf uns Fremde zugehen. Sie lächeln einen meistens offen an, brabbeln drauflos und haben keinerlei Berührungsängste. Es ist nur Spekulation  - aber wir glauben es hat sicher was damit zu tun, dass hier diese "Angst- u. Vorsicht Erziehung" alá "steig nicht in unbekannte Autos ein, geh mit Niemandem mit, den du nicht kennst, fass das nicht an, dies und das ist gefährlich" einfach nicht so präsent ist, wie bei uns. Es ist schön zu sehen, wie schnell man angenommen wird auch mit Sprachbarrieren, "Fremd" fühlen wir uns bei diesen Kindern nie. Und diese Unvoreingenommenheit und Offenheit scheint den meisten Peruanern auch im Erwachsenenleben anzuhaften.

 

Wir lernen laufend neue Menschen kennen und meistens bilden sich sehr schnell Freundschaften und Verbindlichkeiten- so auch mit Mauricio, einem Musiker der uns von seinem Haus aus im Park hat spielen sehen und direkt auf uns zukam. Denkbar offen hat er uns gute Spielmöglichkeiten verschafft, und fortan sollten wir fast täglich in Kontakt bleiben, sowie seine Eltern, Freundin und Sohnemann kennen lernen. Selbst nach unserer Zeit in Lima schreibt er uns noch ab und an und fragt uns wie es läuft. Ein wirklich guter Kerl.

 

Ja die Peruaner sind schon ein sympathisches Völkchen, das einzige was so ab und an für Entfremdung sorgt, besonders in Situationen, in denen man sich noch nicht gut kennt, ist - na? Japp- Dinero..Geld. Was sich in Lima schon ab und an im Kleinen abspielt, sollte uns auf unserer fortführenden Reise noch wesentlich ausgeprägter begegnem. Weiße Haut, nicht von hier = Gringo- weißer Europäer oder Mann des Westens mit vieeel Geld. Ein wandelndes Dollarzeichen. Und so schwer es fällt, das zu akzeptieren, sie haben recht- selbst wir reisenden Studenten ohne festes Gehalt sind immernoch um ein vielfaches besser finanziell situirt als die meisten Peruaner mit einem mind. 8 Stunden Arbeitsalltag.

 

Fast unbedacht zückt man da eben mal den 100 sol schein zum bezahlen- umgerechnet unter 30 Euro- und ist dann überrascht, wenn die Marktverkäufer und kleinen Restaurants völlig überfordert sind und nicht wechseln können, wenn sie es überhaupt annehmen. Schnell müssen also auch wir lernen, nicht mehr umzurechnen, sondern mind. 1:1 zu denken, denn das ist hier die Lebensrealität und 100 sol sind ein Schweinegeld. Umso angenehmer ist da eben oft der Kontakt mit Peruanern wie Mauricio, die nicht im Verkauf tätig sind und von dir somit nicht finanziell abhängen.


Barranco Ende September 2016 - Eintauchen in den Alltag einer Sängerin und Musiktherapeutin - LuzMaria

 

Jetzt bewahrheitet sich so langsam der große Vorteil, den das Reisen ohne Zeit-/ und Routenplan mit sich bringt. Die Spontanität, die Möglichkeit, jederzeit auf Impulse reagieren zu können. So lernen wir schon in den ersten Wochn hier gut vernetzte Musiker kennen, die uns Konzertmöglichkeiten verschaffen und natürlich auch einen Einblick in ihre Welt der Musik vermitteln können. Das geht am besten, wenn man ungefähr so lebt wie Sie- und es nicht das Wichtigste ist, in möglichst kurzer Zeit irgendwelche Sehenswürdigkeiten abzuklappern und die touristischen Klassiker wahrzunehmen.


Oft läuft das eher so: "Hey chicos, ich hab n guten Kontakt zu dem Restaurant um die Ecke, da könnt ihr nächste Woche spielen- morgen abend geb ich n eigenes Konzert und würd' euch gern mitnehmen und vorstellen"- "ja klar machen wir". Schneller als erträumt landen wir so, wie im Video zu sehen, in privaten Buden zum musikalischen Austausch, werden auf Veranstaltungen der "Locals" mitgenommen und führen hier eigentlich ein sehr Touri- untypisches Leben. Sehr natürlich - und irgendwie macht sich auch fast ein Heimatgefühl trotz der Reise bemerkbar.. Wer hätte gedacht dass wir noch ganze 4 weitere Wochen in diesem unscheinbaren Stadteil von Lima verbringen würden.. Schnell lernen wir die Menschen in den Restaurants oder in der "Lavanderia" (Waschküche) kennen und Sie begrüßen uns wie alte Freunde- der Austausch auf Spanisch läuft zunehmend flüssig und gut - es ist schön solche kleinen vertrauten Konstanten auf der Reise zu haben, gibt es doch fast täglich jede Menge neuen Input für uns..


17 - 19.09.2016 -Einstieg in die Musikszene Barrancos/Lima

 

Barranco/Lima. Schon in Freiburg haben wir von Peruanern den Tipp bekommen mit der Musik in den Stadtteil Barranco zu gehen. Barranco grenzt südlich an Miraflores an und gilt als das Künstlerviertel in Lima. Bereits die erste Begegnung in unserer neuen Unterkunft ist eine Überraschung. Mit zwei anderen reisenden Musikanten wohnen wir die nächsten Tage gemeinsam und bekommen somit den perfekten Einstieg in die Musikszene Barrancos.



15 - 17.09.2016 - Musikalische Begegnungen in Miraflores/Lima

 

Ganze 3 Tage verbringen wir in Miraflores und finden hier und dort Gelegenheiten mit Einheimischen zu jammen.

In den meisten Kneipen erfahren wir allerdings, dass wir hier nicht spielen dürfen, sondern lieber in Barranco, dem benachbarten Stadtteil mit einer lebendigeren Musikszene, fragen sollen. Ein Höhepunkt in Miraflores war für uns sicherlich (wie in dem Video gut zu sehen ist) die Freestyle-Session mit zwei Peruanern auf Spanisch, Deutsch und Französisch. Ein eindrücklicher Beweis dafür, was für ein wertvolles Kommunikationsmittel Musik doch eigentlich ist.



14.09.2016 - Buntes Treiben in Miraflores

 

Miraflores wörtl. „Schau die Blumen an/Blumenschau“ heißt unsere nächste Anlaufstelle in Lima. Auf seinen 9,62 km² Fläche leben rund 93.000 Einwohner. Miraflores gilt als einer der reichsten von insgesamt 43 Stadtteilen Limas. Der August ist der kälteste Monat mit durchschnittlich 15,1 Grad Celsius, der Februar ist der wärmste Monat mit 22,3 Grad Durchschnittstemperatur. Danke Wiki. Der Stadtteil fällt direkt als wesentlich sauberer und geordneter auf als Callao. Die Leute sind schick angezogen und es wirkt alles doch relativ westlich, gehoben und touristisch.


Wurden wir noch in der letzten Stadt mehrmals gewarnt, dass es gefährlich sei, uns so frei mit unserem Equipment auf den Strassen zu bewegen, wirbt Miraflores damit eine „ciudad segura“, eine sichere Stadt zu sein und es sind an mehreren öffentlichen Plätzen CCTV Kameras installiert.

Unser nächstes Hostel heißt "the House Project Hostel", eine moderne Jugendunterkunft in der "Calle Bellavista". Empfangen werden wir auf Deutsch von Bodybuilder Richard, einem Peruaner, der in den Staaten aufgewachsen ist und dort Deutsch in der Uni gelernt hat. Spanischverbot für uns, der Gute will sein Deutsch auffrischen. Unser Zimmer liegt direkt hinter der Hostel Bar – Vorteil: Super Internet vom Wifi Spot der Bar - Nachteil: Südamerikanische Partymukke bis in die Nacht.
Da man Wasser in Südamerika nicht aus der Leitung trinken kann, machen wir uns direkt auf, um den nächsten Supermarkt zu finden. In Peru zahlt man mit "Soles". 1 Euro entspricht umgerechnet 3,14 Sol und wenn wir uns die Produkte und Ladenpreise so anschauen, ticken die Uhren hier schon gewaltig anders. Limonen bekommt man in riesen Netzen kiloweise hinterhergeschmissen. Papaya, Marakuja, Ananas, eigentlich das meiste an exotischem Obst, das bei uns astronomisch teuer ist, gibt‘s hier für n Appel und n Ei. Kleiner Spaß. Nussmischungen, Studentenfutter etc. ist dagegen kaum erschwinglich und teilweise dreimal so teuer wie bei uns. Viele Produkte wie Erbsen oder auch die geliebte Vielfalt an diversen Pestos, die uns Studenten in Freiburg schon oft ein Retter in der Not für unsere zuweilen recht mittelmäßige Cuisine war, sucht man hier vergeblich.
Zurück im Hostel angekommen, begegnen wir reihenweise Franzosen. Bene frischt seine Französischkenntnisse wieder sehr gut auf, wie im Video zu sehen;-) Abends lassen wir uns auf den Barpartytrubel ein und belegen unseren ersten Tanzkurs mit 2 Coaches, die zwar ihre Sache gut machen, jedoch relativ irritierend für uns alle 15 Minuten auf ihre 5 Minuten Pause bestehen und sich dann hinter die Bar in ihre Smartphones vertiefen- wahrscheinlich schon zu viele Touri-Tanzkurse gegeben.

Eine grandiose Abrundung des Abends liefert dann noch Eucalypdos mit einem Exklusivkonzert für die Hostelbar. Der Barkeeper mobilisiert spontan noch einige Kontakte und im Nu ist die erst recht dürftig besuchte Bar mit einem netten kleinen Publikum versehen. Wie uns schon wiederholt auffällt, suchen viele Jugendliche hier abends nach Beschäftigungen und gehen teilweise dann auch gezielt in Hostels um Programme mitzumachen und neue Leute kennen zu lernen, da Jugendkultur in den Randorten von Lima wohl nur sehr spärlich gesät ist.


12,13.09.2016 - Ersten Eindrücke in Callao/Lima

 

Lima/Callao. Die erste Station unserer Reise ist das „Pay Purix Hostel“, welches Bene zuvor im Internet rausgesucht hatt. Es besticht durch seine Nähe zum Flughafen und den Preis von umgerechnet 6,61 € pro Person incl. einem beachtlichen Frühstücksbufet (Siehe Video).
Nachdem wir die Gitarren am nächsten Tag am Flughafen bekommen, gönnen wir uns in einem kleinen Restaurant um die Ecke das erste 2 Gänge „almuerzo“/Mittagessen für 7 Sol/1,85 €. Eine fantastische Suppe und Reis mit Fisch.


Callao ist ein sehr armes Viertel und nicht ganz ungefährlich. Wir lassen unser Gepäck im Hostel und fahren mit Gitarren bewaffnet in einem wuseligen Kleinbus in die Innenstadt. Die Kleinbusse werden hier von zwei Leuten betrieben. Ein Fahrer und ein Assistent, oder vielmehr „Schreier“, der an jeder Straßenecke das Ziel des Busses lauthals verkündet, um den Bus vollzustopfen und dann das Geld einzusammeln. Ist wohl die billigste Art zu reisen in der Stadt.
Sehr auffallend ist, dass es in Lima außerdem mehr Taxen gibt als normale Autos. Man muss sich erstmal daran gewöhnen, ständig angehupt zu werden, nur der Aufmerksamkeit wegen. Wir tingeln durch die Altstadt, genießen das bunte Treiben, setzen uns in eine Kirche und „balsamieren“ uns erstmals musikalisch ein. Da es hier bereits um 6 Uhr dunkel wird, treten wir schon bald die Rückkehr ins Hostel an. Schließlich haben wir noch einiges an Schlaf nachzuholen.


11.09.2016 - Anreise nach Peru

 

Hier beginnt für uns das große Abenteuer.

Von Amsterdam aus geht es über London, Miami nach Lima in Peru. Losgeflogen um 8:20 Uhr, kommen wir um 22:40 Uhr Abends in Peru an. Mit einer Zeitverschiebung von - 7 Stunden waren wir über 21 Stunden unterwegs. Wirklich bewusst sind wir uns dieser riesen Distanz aber noch nicht, stellen wir unterwegs fest. Beide waren wir noch mit den Köpfen bis zuletzt in Freiburg - Freddy vor Allem wegen seinen Uni-Arbeiten, die er über den großen See mitnehmen muss. Bene hat während dieser Zeit den Großteil der logistischen Reisevorbereitung übernommen.


So eine Reise vorzubereiten ist mehr Aufwand, als man denkt: Mehrere Botengänge zum Gesundheitsamt (dort ist das Impfen günstiger, als in der Arztpraxis und man braucht keinen Termin), Abklären der Auslandsversicherung, Auflösen unserer Wohnungen und nicht zuletzt das Besorgen unseres Musik- u. Fotoequipments, die auch nochmal versichert werden wollten.
Viele Stunden sind alleine fürs googeln und Beratungsgespräche über die leichtesten Mikrostative/Isomatten/Rucksäcke u. geeignetste Kamera draufgegangen. Zum Glück standen uns bei all diesen Fragen immer auch erfahrene Freunde u. Familie zur Seite.  - Danke Euch! -

 

Am Flughafen in Lima nehmen wir unser Gepäck vom Band - kleiner Schreck - Bei Freddy's Rucksack wurde das obere Fach aufgeschlitzt und alles rausgenommen. Zum Glück nur ein paar Kosmetikartikel - alles "Wichtige" ist noch da - war wahrscheinlich ein schneller Gelegenheitsdiebstahl im Vorbeigehen oder Aufladen. Verunsichern lassen wir uns nur kurz vom Fehlen unserer Gitarren - das is natürlich ne ganz empfindliche Stelle - aber für die, denen es jetzt zu gruselig wird: Auch da sollte es am nächsten Tag Entwarung geben..

Nachts kommen wir ziemlich übermüdet in Callao, Lima an. Die Hostel Köchin im Pay Purix ist sehr nett und kredenzt uns noch einen Salat. Schlafenszeit!


Mi, 08.09.2016     - Die Vorfreude steigt! -

 

Interview im Chilli:

Freiburger Gitarrenduo Eucalypdos startet Lateinamerikatour

 

Am Mittwoch 3 Tage vor Abflug kam uns Till Neumann vom "Chilli Freiburger Stadtmagazin" für ein Interview besuchen.  Danke dir auch für die tollen Fotos!




Do, 11.08.2016

Was für ein Start:
Am 11.August, einen Monat vor unserem Abflug nach Lima, Peru veröffentlicht die BZ einen Bericht von unserem Vorhaben.

 

Vielen lieben Dank an Pascal Lienhard für den gelungenen Artikel in der BZ



Kommentare: 8
  • #8

    Heike Bausch (Samstag, 05 November 2016 16:07)

    Hallo Ihr Zwei,
    vielen Dank für euren block. Es macht riesig Spass die Filme anzuschauen - es ist fast als reise man mit.Eure Offenheit ,euer Humor ,eure Leichtigkeit fehlt hier natürlich sehr

  • #7

    veronikaloder-matern (Samstag, 17 September 2016 17:40)

    Hallo Bene, hallo Freddy,
    die Kinder schicken euch die liebsten Grüße- sie vermissen euch und ich vermisse euch natürlich auch!! Bis ihr wieder kommt wird hier fleißig Gitarre geübt (P.!), unser "Robin Hood" Refrain geschmettert und an euch gedacht..was ihr jetzt wohl macht und wo auf der Weltkarte ihr euch grade rumtreibt...
    Lasst es euch gut gehen!
    lg, Veronika

  • #6

    Heike Kern (Mittwoch, 14 September 2016 19:35)

    Eure Reise fängt super gut an. Wenn das so weiter geht, komme ich beschwingt durch den Herbst und Winter.
    Danke, Freddy -y suerte sobre todo!!
    HK

  • #5

    Chris Weihpratizky (Mittwoch, 07 September 2016 09:30)

    Lieber Frederik, lieber Bene,
    "Nur wer die Musik Muße) kennt, kann die Veränderung des wassers und der Bäume, des Bambus und der Sterne ermitteln."
    Habe den Spruch für euch etwas verändert von meister Hong Zicheng - wer auch immer ehrenwertes es ist.
    Wer reist, der geht nicht mehr über alte Brücken. Er sucht neue: Stein-, Holz-, Hänge-, und die Brücke zu den Herzen der Menschen, die euch dort Zugang gewähren.
    Alles Liebe und Gute,
    Chris

  • #4

    Ana Paula Sanchez (Dienstag, 06 September 2016 14:55)

    Hey Jungs! Vielleicht treffen wir uns in Peru, ich werde in Oktober in Trujillo sein, kommt vorbei!

  • #3

    Timo (Dienstag, 06 September 2016 11:31)

    Freeeeed;).....Genieß es, nutze es und lass rocken. Vlg timo

  • #2

    Sebastian Frank (Freitag, 02 September 2016 09:59)

    „Erfolg bedeutet sich über alle verdammten Dinge dieser Welt sorgen machen zu müssen, ausser Geld.“

    Johnny Cash

    Also viel Erfolg!

  • #1

    Eucalypdos (Donnerstag, 11 August 2016 01:16)

    Wir freuen uns über Eure Kommentare!!